Checkliste: Braucht Ihr Sicherheitssystem ein Update?

Wie stellen Sie als Anlagenbetreiber fest, ob Ihr bestehendes Sicherheitssystem noch die erforderlichen Anforderungen erfüllt? Unsere Checkliste hilft Ihnen, einen Überblick über den Stand Ihrer Anlagensicherheit zu bekommen.

Auf diesem Stand ist Ihr Sicherheitssystem

Um die Sicherheit Ihrer Anlage permanent zu gewährleisten, müssen die Hardware- und Softwaresysteme aktuell und die Mitarbeiter qualifiziert sein. Auch den Lebenszyklus der Produkte sollten Betreiber kennen, damit rechtzeitig veraltete Komponenten durch neue ausgetauscht werden können. Diese Checkliste ersetzt zwar nicht den geschulten Blick eines Experten vor Ort, aber dient dazu, grundlegende Punkte in Bezug auf Ihre Anlagensicherheit zu klären. Können Sie diese sechs Fragen mit „Ja“ beantworten?

  • Entspricht Ihre Anlage den aktuellen Anforderungen? Technologien und Standards ändern sich. Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihre Anlage den aktuellen Sicherheitsauflagen entspricht! So kann frühzeitig Gefahrenpotenzial erkannt und Fehlern vorgebeugt werden. Kontinuierliche System-Checks und Wartungstätigkeiten helfen bei der Erfüllung aktueller Betreiberpflichten und erhöhen die Ausfallsicherheit.
  • Gibt es Änderungen oder Neuerungen für Ihre Sicherheitssteuerungen?
    Die Benutzerfreundlichkeit, Betriebssicherheit und Fehlertoleranz bestehender Funktionen werden stetig verbessert. Dies führt zu einer erhöhten Verfügbarkeit, Robustheit und Sicherheit der Systeme. Profitieren Sie von dieser Erfahrung, indem Sie alle installierten Produkte auf dem neuesten Stand halten.
  • Haben Ihre Mitarbeiter die nötige Fachkompetenz?
    Arbeiten an Sicherheitseinrichtungen sollten nur von qualifiziertem Personal durchgeführt werden. Versichern Sie sich: Sind speziell qualifizierte Fachkräfte für Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik für die Betreuung Ihrer Systeme auch kurzfristig verfügbar? Aus- und Weiterbildungen für das technische Personal sind Voraussetzung für einen sicheren und störungsfreien Anlagenbetrieb.
  • Sind funktionierende Ersatzteile vor Ort verfügbar?
    Stellen Sie sicher, dass funktionierende Ersatzteile möglichst kurzfristig verfügbar sind. So kann längeren Anlagenstillständen im Störfall vorgebeugt werden. Dabei hilft ein Bevorratungsplan, in dem Sie alle notwendigen Ersatzteile auflisten. Er dokumentiert ebenfalls, ob diese vor Ort verfügbar sind oder ein Dienstleister sie in kurzer Zeit liefern und bei Bedarf einbauen kann.
  • Beachten Sie das Wartungshandbuch und die definierte Lebensdauer der Komponenten?
    Wurden Verschleißteile gemäß dem Wartungshandbuch erneuert? Lassen Sie Proof-Tests und Inspektionen regelmäßig durchführen. Dies ist auch Teil der Wartung nach Herstellervorgaben – Systemwartungen sollten aber nur von entsprechend qualifizierten Fachkräften vorgenommen werden.
  • Sind erforderliche Komponenten noch aktuell und/oder verfügbar?
    Anlagenbetreiber sollten den Überblick über den Lebenszyklus ihrer Sicherheitssysteme behalten. Der Support und die Verfügbarkeit für veraltete Komponenten sind möglicherweise eingeschränkt. Veraltete Komponenten, welche nicht mehr im aktuellen Portfolio des Herstellers sind, sollten baldmöglichst ersetzt oder modernisiert werden.
  • Sind Risikobetrachtung und Maßnahmen zur IT-Sicherheit vorhanden?
    Nie waren Industrieanlagen so vernetzt wie heute. Damit steigt das Risiko von Cyberattacken: Ein erfolgreicher Angreifer kann Anlagen manipulieren, fernsteuern, oder gar zerstören. Aktuelle Standards fordern daher eine Risikobetrachtung und Beschreibung der identifizierten Bedrohungen und Schutzmaßnahmen.